Foto dank Mareike Höchner & Felix Bässgen

Hallo! Mein Name ist Alex und ich bin ein "Du" 😎

Tandem Alex am Startplatz bei der Arbeit

Vorab, warum ich am Kandel Tandem Gleitschirm fliege

Meine Passionen sind Fliegen und Menschen. Im Tandem Gleitschirmfliegen kommt beides wunderbar zusammen und beide sind für mich gleich wichtig. Deshalb geht es mir beim Tandemfliegen nicht nur darum, Menschen in die Luft zu bringen und bezahlt zu werden sondern auch, sicherzustellen, dass die Menschen, die mit mir fliegen, eine besonders tolle Erfahrung machen. Am Kandel Berg bei Freiburg wird solch eine Erfahrung garantiert! Ich freue mich immer sehr, meine Kunden zu treffen und kennenzulernen und mit ihnen meine Fliegerleidenschaft, und die damit verbundene Freude zu teilen!

Inhaltsverzeichnis dieser Seite:

Meine Gleitschirm Geschichte

Im April 2008 habe ich das Gleitschirmfliegen an der Flugschule Skytec in Freiburg gelernt. Für drei Jahre danach habe ich jeden Sommer nur das Wetter über dem Kandel beobachtet und jede Gelegenheit mit dem Wind zu spielen ausgenutzt. Einer Winter verbrachte ich in Spanien, wo ich mehr geflogen bin, als im Sommer auf dem Kandel. Dann kam der Wunsch, diese Passion mit anderen zu teilen, so habe ich meinen Tandemgleitschirmschein gemacht. Nach der Ausbildung und dem Bestehen aller Theorie- und Flugprüfungen, verbrachte ich einen Winter in Pokhara, Nepal, und arbeitete als Tandempilot in der geschäftigen Touristensaison. Seitdem verbringe ich jeden Sommer in Siensbach-Waldkirch im malerischen Elztal am Fuße des Kandels und habe unzähligen Menschen die Freude am Gleitschirmfliegen näher gebracht.

Mir fällt nichts ein, was ich lieber machen würde!

Eine ausführliche Geschichte meines fliegerischen Lebens

Kindheitsphantasien

Als Kind verbrachte ich Stunden, Tage und Wochen auf einer Schaukel, die mein Vater in einem riesigen Eukalyptusbaum im Hinterhof unseres Hauses aufgehängt hatte. Unser Haus lag auf einer Anhöhe und der Hinterhof neigte sich dem Tal entgegen indem man Adelaide von Norden nach Süden sehen konnte. Es war ein wirklich spektakuläres Panorama. Die Schaukel brachte mich weit ins Tal und hoch über die Erde, gefühlt weit weg von unserem Hinterhof, von dem aus mein Bruder und ich 'starteten'. Mein größter Wunsch war es, über das ganze Tal, über die Bäume und weit über die Stadt hinaus fliegen zu können. Ich träumte sehr oft davon, durch die Straßen der Stadt zu fliegen, ja sogar über alles Irdische hinaus. Wie sehr ich mich danach sehnte, vom Boden abzuheben und die Welt von oben aus zu sehen!

Und da winkte die Arbeit

Mein Berufsleben begann in den Adelaide Hills in Südaustralien als Maurer, später dann als Fahrer eines kleinen Lastwagens für eine Batterie- und Reifenfirma, die zwei niederländischen Brüdern gehörte. Mit dieser Arbeit verdiente ich genug Geld, um das Fallschirmspringen zu versuchen, was 1973 sehr, sehr rudimentär war. Studenten bekamen alte runde Fallschirme, Überreste des Militärs, die oft vor einem Sprung mit Klebeband zusammengeklebt wurden mussten. Das Training verlief mit einer statischen Leine, genau wie beim Militär. Die Landungen waren HART … Ich gab nach sieben Sprüngen auf, denn ich hatte mich bei jeder Landung verletzt.

1974 begann ich eine Ausbildung zum Maschinenschlosser beim Department of Supply in Salisbury, Südaustralien. Auf dem Weg zur Arbeit fuhr ich jeden Tag am Nebenflughafen Parafield-Adelaide vorbei. Mit jedem Vorbeifahren wuchs meine Neugierde, bis ich mich eines Tages entschied, einen Einführungsflug über eine unglaublich große Summe ;-) von 10 Dollar zu buchen. Bis dahin war es die aufregendste halbe Stunde meines Lebens. Gleich nach dem Flug buchte ich eine Ausbildung zum Privatpiloten. Es war harte Arbeit, mit vielen persönlichen Herausforderungen, aber ich habe es nie bereut.

Meine Navigationsübungen habe ich in Murray Bridge (Südaustralien) mit dem Fluglehrer Ian Hillier gemacht. Er ist inzwischen Luftfahrtprüfer und bewertet ausländische Piloten, die ihre Ausbildung in Australien absolvieren.

Auf der letzten Etappe meines ersten Solo-Navigationsfluges verließ ich ausversehen den Parafield-Flugplatz in die falsche Richtung und fand mich über dem unbewohnten Gelände des pastoralen Landes Südaustraliens wieder - ich war völlig verloren. Schließlich fand ich ein winziges Dorf, das ich anhand meiner Karte identifizieren und eine neue Route berechnen konnte. Ich rief mit meinem geänderten Flugplan den Flugdienst an und flog sicher an mein Ziel. Das alles ereignete sich noch vor der Erfindung des GPS und irgendwelcher elektronischer Hilfsmittel, einschließlich eines Taschenrechners.

Erste Auslandsreisen

Mit meiner PPL und meinem Gewerbeschein als Maschinenschlosser reiste ich nach Neuseeland und arbeitete auf Mt Hutt Skigebiet in der Nähe von Christchurch auf der Südinsel. Dort in der Nähe fand ich schnell einen Flugplatz und ein Flugzeug zum Mieten und verbrachte viele meiner freien Tage damit, Freunde über den Mount Hutt und die wunderschöne Rakaia-Schlucht in Canterbury zu fliegen. In Neuseeland zu fliegen ist so spektakulär, dass ich keine Worte finden kann, um es zu beschreiben.

Da ich mehr Gutes wollte, gab ich ein sehr kleines Erbe von der Tante meines Vaters aus (das Fliegen war damals noch relativ billig), um meinen NZ-Berufspilotenschein zu erwerben, was meine Flugfähigkeiten erheblich verbesserte – mehr Herausforderungen und mehr Spaß! Dann fand ich einen Job bei Taupo Air Services auf der Nordinsel in der Nähe des Lake Taupo und führte Rundflüge um die drei aktiven Vulkane Mounts Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro durch. Wieder fehlen mir die Worte für diese atemberaubende Szenerie, die sich uns bot.

Zurück zur Universität

1983 kehrte ich aus Neuseeland nach Australien zurück und entschloss mich, Biologie an der Universität of Adelaide zu studieren. An den Wochenenden fuhr ich nach Lower Light und flog eine alte Cessna 182 des Lower Light Skydiving Clubs. Schließlich übernahm ich die Verantwortung für den Flugbetrieb, kümmerte mich um das Flugzeug und stellte neue Piloten für den Dienst ein. In den zehn Jahren, seit meinem ersten Kontakt mit Fallschirmspringen, hatte sich dieser Sport zu einer wirklich spaßigen Sache entwickelt. Und so kam es, dass ich mich nach meinem Biologiestudium (neben dem Fliegen der Cessna VH-DON, wenn es nötig war) auch dem Fallschirmspringen verschrieben hatte. Das machte ich dann mehrere Jahre und hatte sehr viel Spaß dabei.

Weiter hoch auf der Leiter

Nach meinem Studium habe ich als Biologe an der Universität gearbeitet und konnte mir so einen weiteren Traum erfüllen: Einen Schein zu machen, um ein Curtis Pitts Special fliegen zu können. Der Pitts ist ein absolut seriöser Kunstflug-Doppeldecker. Ich habe das Solofliegen in drei Stunden geschafft. Das war und ist bis heute der Höhepunkt meiner Karriere als Flugzeugflieger – jedes andere Flugzeug danach zu fliegen war einfach prosaisch…

Um die Welt und zurück

Es war Zeit, die Welt zu bereisen, und so machte ich mich 1991 nachdem ich alle meine Besitztümer losgeworden war, mit einem alten Mehlsack über der Schulter auf den Weg. Ich habe Indonesien, Europa und die USA besucht. Während ich in England war, wurde mir bei Absolute Africa eine dreimonatige Arbeit angeboten, bei der ich eine Überlandtour mit englischen, australischen und neuseeländischen Touristen in einem riesigen umgebauten Beton-LKW durch acht Länder in Zentral- und Ostafrika bis nach Harare, Simbabwe, fuhr. Ein Teil meines Auftrags bestand darin, den leeren Lastwagen zurück nach Mombasa zu fahren, um die Gruppe zu treffen, die auf die nächste Tour wartete. Nach meiner Rückkehr nach Europa reiste ich in den nächsten Jahren mit dem Drahtesel von Deutschland nach Schottland, zum Nordkap (Norwegen) und nach Istanbul sowie in die Schweiz und nach Frankreich, immer mit Zelt und Schlafsack auf dem Gepäckträger. Es war ein halbes Jahrzehnt, in dem ich meine Füße nur auf dem Boden hatte, außer wenn ich irgendeinen Ozean überquerte.

Als ich ohne Geld nach Australien zurückkehrte, bekam ich Arbeit bei einem alten Schulfreund, wo ich fortan Wasser mit einem LKW an Haushalte auslieferte. In dieser Zeit entschloss ich mich, eine Hängegleiter Lizenz zu machen. Allerdings war ich nach dem Pitts etwas verwöhnt und so machte ich nie wirklich Gebrauch von dieser erworbenen Lizenz.

Deutschland wieder besucht

Nachdem ich mich 2007 in Emmendingen bei Freiburg niedergelassen hatte, entschloß ich, meinen Gleitschirmpilotenschein zu machen. Skeptisch, denn ich kam aus der formellen Luftfahrtbranche, buchte ich einen Kurs bei der Skytec, eine Spitzenflugschule in Freiburg im Südschwarzwald. Die Leute bei Skytec waren außerordentlich professionell und dieser Schritt war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich wurde sehr bald süchtig nach dem wundervollen neuen Medium des motorlosen Fliegens und erkannte, dass sich der Kreis geschlossen hatte: über einem Tal abzuheben und herum zu schweben, wie ein Vogel über alles und jeden hinweg zu fliegen zu können – mein Kindheitstraum war wahr geworden!

Dimensionen hinzugefügt

Das wohl am überraschendste Ergebnis war, die Möglichkeit Interessiertem den Traum vom Fliegen ermöglichen zu können. Dies gestattete außerdem mein Leben auf bescheidene Weise finanziell zu bestreiten, ganz zu Schweigen von der persönlichen Bereicherung indem es mich mit so vielen interessanten Menschen in Kontakt gebracht hat. Vielen Dank an Deutschland und an alle meine Passagiere – ehemalige, gegenwärtige und künftige – für die Gelegenheit, mit ihnen das Wunder zu teilen und die Lüfte wie ein freier Vogel zu bereisen.

Die Gegenwart

Seitdem ich mich in Waldkirch niedergelassen habe, verbringe ich jeden Sommer auf dem Campingplatz Elztalblick am Fuße des Kandels, wo ich in Vollzeit Tandems über den wunderschönen südlichen Schwarzwald fliege.

Im nördlichen Winter reise ich nach Australien und fliege dort sowohl alleine als auch Tandem. Kürzlich bin ich zum Motorflug zurückgekehrt und fliege dort auch Ultraleichtflugzeuge. Aber mein australischer Aufenthalt ist eigentlich nur dazu da, den kalten europäischen Winter zu überstehen, und es ist mir immer eine große Freude, wenn ich jeden Frühling nach Waldkirch zurückkehre, um das zu tun, was ich am meisten mag: Gleitschirmfliegen über dem Schwarzwald und andere in diese erstaunliche Erfahrung, des Fliegens wie ein Vogel, einzuführen!

Komm, mach mit!